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Guten Tag,

mein Name ist Bettina Veigele und ich bin 46 Jahre alt. Ein ziemlich langer Weg liegt hinter mir, der meist von einem Hund begleitet wurde. Während der Kindheit mussten meist die Hunde der Nachbarn daran glauben 😉 nie vergessen und immer innig geliebt sind der unendlich große und liebevolle Doggenrüde Smokey und der sich in sein Schicksal fügende Afghanenbube Charles. Sein Name war Programm, und heute noch muss ich schmunzeln mit welcher Nonchalance er meinen selbstgebastelten Parcour meisterte. Sicher hätte er anderes vorgezogen, aber wie viele andere Hunde tat er es aus echter Zuneigung zu Kindern heraus.
Während meiner Lehrzeit besuchte ich oft und gerne das Tierheim Esslingen, das Gassi gehen mit Tierheimhunden war entdeckt! Es war nicht immer ein Vergnügen, aber Hilfe zu geben, bedeutet immer dort zu sein wo Sie auch benötigt wird. Auch wenn es oft schmerzte, so waren es doch immer schöne Stunden.
1994 war es dann endlich soweit: Ein Hund zog ein! Und was für einer! Ein belgischer Schäferhund namens Kyra. Eine wundervolle und zarte Groenendael-Hündin. Nach 2 Jahren waren mein Hund und ich am Ende angelangt. Sie verhaltensoriginell, und mich überforderte Ihre Erziehung über die Maßen. Einen Hund nach optischen Gesichtspunkten zu wählen, ein Fehler ohnegleichen. Ich wollte einen Hund zum Laufen und „haben“, sie war ein Arbeitshund.
Über Umwege kam ich dann, zum Glück, zur RH-Staffel der Malteser in Uhingen. Dort lernte ich, nach damaligen Ausbildungsmethoden, meinen Hund besser kennen. Natürlich würde ich heute niemals mehr einen Hund so in die Unterordnung zwingen wie es damals üblich war, aber! ich erkannte eins: Ein ausgelasteter Hund ist ein zufriedener Hund. So begannen glücklichere Zeiten bis zum Scheidepunkt.
Während all dieser Jahre habe ich bei der ATN meine Ausbildung zum Verhaltenstherapeut gemacht.
Nach den Zeiten bei der RHS und den vielen genutzten Möglichkeiten zur Ausbildung in der Schweiz und beim Bund (Diensthundeschule Koblenz), war es an der Zeit Wissen zu erlangen und zu vertiefen. Es ist mir damals wie heute wichtig mich immer kontinuierlich weiterzubilden und zu entwickeln. Hundeausbildung macht in den letzen Jahren so eine rasante Entwicklung durch, dass man es sich als ambitionierter und fortschrittlicher „Krause“ gar nicht leisten kann nichts zu tun.
Waren früher Leinenruck und Dominanztheorie noch völlig in Ordnung, so bin ich heute ein 100%iger Grünschleifentrainer der weiß, das Probleme nicht mit Gewalt oder Druck zu regeln sind. So wie man Kinder in der Schule nicht mehr mit dem Rohrstock erzieht, genausowenig hilft ein „Alphawurf“ ein „Schnauzengriff“ oder sonstige altertümliche Methoden bei der Erziehung zum perfekten Hund.
Ruhe und Souveränität, ebenso wie klare Regeln und jede Menge Sicherheit, das ist wichtig.
Nicht zuletzt profitiert meine 7jährige Zwergpinscherdame Emilia davon. Sie ist ein Paradebeispiel dessen was mit einem Hund passiert wenn zuviel „Krauses“ da draussen Hundehalter beraten oder trainieren: „Das machen die unter sich aus“ oder „Dem muss man gleich zeigen wer das sagen hat“ oder “ wenn du den jetzt hochnimmst oder Schutz bietest, dann ziehst du dir ein Weichei heran“. Dieser ganze schlimme „PIEP“ trägt auch heute noch maßgeblich dazu bei, das Einzige zu zerstören was meiner Meinung nach das Wichtigste zwischen Hund und Halter ist: Vertrauen. Eine Beziehung beruht immer auf Vetrauen.
Denn für mich gilt: Unsere Hunde sind auf uns angewiesen.
Sie müssen bei uns bleiben.
Und ich hätte schon ganz gerne das Sie es nicht müssen, sondern wollen…. 😀

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“Wir haben schlichtweg nicht das Recht, ein anderes Lebewesen körperlich oder psychisch zu strafen, nur weil wir nicht genügend darüber Bescheid wissen, wie es lernt!“
Anders Hallgren

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“Es ist mehr als bedauerlich, dass Arbeit über positive Verstärkung gleich gesetzt wird mit Bestechung, Futterautomat und Disziplin- und Grenzenlosigkeit. Diese Schlagworte sollte man weniger als Argumente sehen, sondern eher als polemisch eingesetzte Symptome einer tiefgreifenden Unkenntnis!“
Dr. Ute Blaschke-Berthold

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